Zinsentwicklung

Zinsentwicklung Januar 2010

Das neue Jahr prägte ein eher ruhiger Auftakt: Bisher waren nur vergleichsweise wenige Bewegungen und Ausschläge auf dem Zinsmarkt zu erkennen. Grund für diese Entwicklung ist vor allem die Zinspolitik der Notenbanken, insbesondere der EZB, die auf die Höhe der in Deutschland geltenden Zinssätze einen starken Einfluss nimmt.

Die EZB wagt es derzeit noch nicht, an der Zinsschraube zu drehen. Die Wirtschaft im Euroraum hat sich zwar verhältnismäßig rasch erholt, aber dennoch lässt die Erhöhung der Leitzinsen auf sich warten. Wie die amerikanische FED hat auch die EZB große Angst davor, die anlaufende Konjunktur mit einer Zinserhöhung frühzeitig abzuwürgen.

Tagesgeldzinsen: Trend zeigt nach unten  

Wie schon im vergangenen Monat sind die Tagesgeldzinsen alles andere als hoch. Im Durchschnitt sind Tagesgeld Zinssätze in Höhe von 1,23 Prozent (bis 5.000 Euro Anlagesumme) bzw. 1,28 Prozent (bis 50.000 Euro) erhältlich. Einige Anbieter passen ihre Konditionen zum Februar sogar nach unten an: Bei der Bank of Scotland beispielsweise sinken die Tagesgeldgeldzinsen auf 2,10 Prozent (plus 20 Euro Startguthaben) und auch bei der Wüstenrot Bank und der Citibank sinkt die Verzinsung für täglich fällige Einlagen.

Unter Berücksichtigung der Neukunden-Angebote lassen sich u.U. deutlich höhere Zinsen erzielen. Wer als Neukunde bei der Advenzia Bank bis zum 26. Februar 2010 ein Tagesgeldkonto eröffnet, bekommt eine Verzinsung in Höhe von 3,93 Prozent geboten – allerdings nur für einen Monat. Anschließend gelten 1,74 Prozent.

Festgeld: Zinssätze wieder leicht rückläufig

Im Bereich der Festgeldanlagen sieht es derzeit ebenfalls nicht allzu rosig aus. Wer sich entschließt, sein Geld für einen längeren Zeitraum anzulegen, kann zwar bei entsprechend langer Anlagedauer die Tagesgeldzinssätze übertrumpfen, muss aber dennoch mit einen Wermutstropfen leben: Laut der FMH Finanzberatung, sind die durchschnittlichen Zinssätze für Festgeldanlagen wieder leicht gesunken.

Der durchschnittliche Zinssatz für Festgeldanlagen mit halbjähriger Laufzeit liegt bei 1,05 Prozent. Bei den 12-monatigen Anlagen liegt der Durchschnittszins bei 1,38 Prozent

Der Trend beim Festgeld zeigt wie auch beim Tagesgeld nach unten: Ab Anfang Februar senken gleich zwei Geldinstitute ihre Festgeldzinsen. Die Mercedes Benz Bank senkt ihre Zinsen für alle Festgeldanlagen ab zwei Jahren. Auch beide Festgeldangebote der Santander sind ab sofort weniger attraktiv.   

Kredite: Nur wenige Veränderungen

Bei den Ratenkrediten hat sich innerhalb des Zeitraums von einem Monat nur sehr wenig getan. Bei den Krediten mit Laufzeit von 36 Monaten liegt der Zinssatz bei durchschnittlich 7,63 Prozent und ist somit gegenüber dem Vormonat nur geringfügig gefallen. Bei 72 Monaten ist der Durchschnittszins hingegen ganz leicht auf 8,25 Prozent gestiegen.

Wer günstige Kredite in Höhe von 10.000 Euro und einer 36-monatigen Laufzeit sucht, wendet sich am besten an die PSD Bank Köln: Mit einem Effektivzins von 4,99 Prozent stellt sie derzeit das beste Angebot.

Baufinanzierung: Hypothekenzinsen dürften den Boden erreicht haben

Aus dem Bereich der Immobiliendarlehen gibt es kaum Neuigkeiten: Der Rückgang der Hypothekenzinsen hält immer noch an. Allerdings dürfte der Boden nun erreicht sein, weil die Banken kaum noch Spielraum nach unten haben. Der Durchschnittszins für ein Immobiliendarlehen mit 10-jähriger Zinsbindung liegt bei 4,09 Prozent.

Die besten Angebote warten bei entsprechender Bonität und kurzer Laufzeit mit einer 3 vor dem Komma auf.

Weiterführende Informationen:

Zinsentwicklung Dezember 2009
Zinsentwicklung November 2009
Zinsentwicklung Oktober 2009

Zinsentwicklung September 2009

Zinsentwicklung August 2009

Zinsentwicklung Juli 2009