Absolutes Top-Thema des Monats Februar dürfte die Targobank gewesen sein: Das Geldinstitut ging zum 22. Februar aus der Citibank hervor und überraschte mit einigen besonderen Willkommens-Angeboten.
Abgesehen davon ist jedoch kaum Bewegung bei Zinsanlagen, Krediten & Co zu spüren: Sicherheitsbewusste Anleger verzweifeln zusehends angesichts der stagnierenden Zinssätze. Von der derzeitigen Situation profitieren am meisten Darlehensnehmer: Sie können sich auch in näherer Zukunft über niedrige Kreditzinsen freuen.
Tagesgeldzinsen: Tendenz weiter fallend
Die einstmals renditestarke und flexible Alternative zum Sparbuch wartet mit Zinsen auf sehr niedrigem Niveau auf – Tendenz weiter fallend. Durchschnittlich 1,19 (bis 5.000 €) bzw. 1,24 (50.000 €) Prozent Zinsen sind laut FMH Finanzberatung für täglich fällige Einlagen möglich.
Eines der unattraktivsten Tagesgeld-Angebote ist derzeit bei der Targobank zu finden: Zum 01. März fällt die Verzinsung des Tagesgeld-Kontos von spärlichen 1,25 auf nur noch 1,0 Prozent.
Die derzeit besten Tagesgeld-Angebote kommen von DAB und Bank of Scotland. Die DAB garantiert bis zum 30. Juni eine Tagesgeld-Verzinsung von 2,5 Prozent für Einlagen bis 15.000 Euro und führt damit sämtliche Vergleiche an. Die Bank of Scotland hat ihre Tagesgeld-Aktion bis zum 10. März verlängert und bietet 2,1 Prozent aufs Tagesgeld plus 20 Euro Startguthaben.
Festgeld: Je länger, desto besser
Je länger der Anlagehorizont, desto höher die Verzinsung. Insbesondere im Bereich der Festgeld-Anlagen gilt diese Anleger-Weisheit heute mehr als jemals zuvor. Der durchschnittliche Zinssatz wird von der FMH für 3-monatiges Festgeld mit 0,85 Prozent und für 12-monatiges Festgeld mit 1,35 Prozent angegeben.
Interessant wird es erst bei sehr langen Laufzeiten, ab zwei bis drei Jahren: Hier klettert die Verzinsung abhängig von Laufzeit und Einlagensumme auf bis zu 4,50 Prozent bei Credit Europe gefolgt von immer noch sehr guten 3,45 Prozent bei der Bank of Scotland.
Ein ganz besonderes Angebot kommt von der Targobank: Auch im März ist das Willkommens-Festgeld mit 3 Prozent Zinsen auf Einlagen bis 25.000 Euro mit 6-monatiger Laufzeit erhältlich. Ab dem 03. März sinkt jedoch die Verzinsung beim herkömmlichen, parallel angebotenen Festgeld-Angebot der Targobank von maximal 3,35 auf 3,25 Prozent.
Kredite: Große Spannen, kaum Bewegung
Auch bei Krediten zeichnen sich keine signifikanten Veränderungen im Hinblick auf die Verzinsung ab. Für Kredite mit einer Laufzeit von 36 Monaten werden derzeit im Schnitt 7,58 Prozent fällig, Kredite über 72 Monate schlagen mit durchschnittlich 8,25 Prozent zu Buche.
Auffällig ist die sehr große Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Zinssatz: Während die günstigsten Ratenkredite unter 4 Prozent zu haben sind, kosten die teuersten Kredite knapp 14 Prozent.
Übrigens: Eine Alternative zu herkömmlichen Ratenkrediten stellen Festpreis-Kredite dar. Sie sind z.B. bei norisbank und Credit Europe schon für unter 5 Prozent effektiv zu haben.
Baufinanzierung: Günstiger geht’s nicht
Baugeld ist nach wie vor billig, die günstigsten Offerten liegen derzeit unter 3 Prozent effektiv für 5-jährige Kredite. Auch im 10- und 15-Jahres-Bereich liegt das Zinsniveau nach wie vor sensationell niedrig. Im Schnitt kostet 10-jähriges Baugeld 4,02 Prozent Zinsen, eine Baufinanzierung über 15 Jahre bekommt man schon für durchschnittlich 4,46 Prozent. Fazit: Wer jetzt nicht baut, ist selber Schuld.
Auf einen Preisvergleich sollte man trotzdem nicht verzichten: Der Unterschied zwischen Top- und Flop-Offerte beträgt bis zu 0,9 Prozent.