Tagesgeld, Festgeld oder FondsWelche Anlageform passt zu mir?
Festgeld: Sicher und gleichzeitig renditeträchtig
Festgeldanlagen erfreuen sich ebenfalls einer großen Beliebtheit, insbesondere bei sicherheitsorientierten Anlegern. Diese Anleger ziehen Festgeldanlegen dem Tagesgeldkonto oftmals vor, was in erster Linie daran liegt, dass sie eine garantierte Verzinsung erhalten.
Im Gegensatz zum Tagesgeld ist der Zinssatz nicht variabel, sondern wird stattdessen fest vereinbart. Während des Anlagezeitraums gilt das Kapital als fest angelegt und ist für den Anleger nicht mehr verfügbar – daher auch der Name. Erst nach dem Ablauf der vereinbarten Anlagedauer kann auf Festgeldanlagen wieder zugegriffen werden.
Üblicherweise kann der Anleger zwischen mehrere Anlagezeiträumen wählen, deren Dauer sich über sechs Monate bis hin zu zehn Jahren erstreckt. Je länger der gewählte Anlagezeitraum ist, desto höher fällt üblicherweise auch die Verzinsung aus. Weil der Anleger während der Laufzeit auf sein Kapital nicht zugreifen und die Bank damit uneingeschränkt arbeiten kann, erhält er eine attraktive Verzinsung, die im Normalfall über den Tagesgeldzinsen angesiedelt ist.
Zu den Nachteilen von Festgeldanlagen zählt primär die Tatsache, dass der Anleger auf sein Festgeld während des Anlagezeitraums nicht zugreifen kann. Zwar gibt es einige Banken, die einer vorzeitigen Auflösung der Anlage zustimmen, doch in den meisten Fällen muss der Anleger hierfür eine Zinsabschlag oder eine Vorfälligkeitsentschädigung in Kauf nehmen.
Somit sind Festgeldanlagen ausschließlich für Anleger interessant, die sich in der Lage befinden, kurz- und mittelfristig nicht auf ihr Kapital zugreifen zu müssen und die kein Anlagerisiko eingehen möchten.
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Fonds: Anlageform mit unzähligen Möglichkeiten
Eine völlig andere Anlageform verkörpern Fonds: Im Gegensatz zu Tages- und Festgeldanlagen sind sie von spekulativem Charakter. Als Fondsanleger investiert man in Werte, die Kursschwankungen unterliegen – somit besteht die auch Möglichkeit, Verluste zu erzielen.
Das Prinzip einer Fondsanlage ist dennoch sehr simpel: Im Gegensatz zu einem Direktinvestment (zum Beispiel dem Kauf einer bestimmten Aktie) investiert ein Fonds stets in mehrere Werte. Dadurch wird das Anlagerisiko erheblich gestreut und das Verlustrisiko minimiert. Was die einzelne Werte betrifft, in die ein Fonds investieren kann, so ist deren Anzahl enorm groß und erstreckt sich über die unterschiedlichsten Bereiche und Märkte. Letzten Endes reicht das Spektrum von Aktien über Anleihen bis hin zu Rohstoffen.
In welchen dieser Bereiche ein Anleger investieren sollte, hängt ganz von dessen Erwartungen sowie seinem Risikoprofil ab. Wenn zum Beispiel Kapital investiert werden soll, dass bereits in ein bis zwei Jahren für einen anderen Zweck benötigt wird, gilt es sichere Fonds auszuwählen. Hierzu zählen beispielsweise Geldmarkt- und Rentenfonds.
Selbstverständlich lassen sich mit Fondsanlagen auch beträchtliche Renditen erzielten. Allerdings sind Investments dieser Art mit einem vergleichsweise hohen Risiko verbunden. So gelten vor allem Aktienfonds als sehr renditeträchtig, aber gleichzeitig auch als sehr riskant.
Unerfahrenen Anlegern wird oftmals dazu geraten, zunächst mit Tages- oder Festgeldanlagen zu beginnen und gegebenenfalls in sicherheitsorientierte Fonds zu investieren. Wenn erste Anlageerfolge erzielt wurden und sich das zur Verfügung stehende Kapital mehrt, kann ein Teil des Kapitals auch in chancenreichere Fonds investiert werden.
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