Zinsentwicklung April 2010Die Entwicklung der Zinsen im April 2010
Nach wie vor ist das Thema Geldanlage ein schwieriges: Die Zentralbanken signalisieren ein Festhalten an der bisherigen Strategie des billigen Geldes für die nächsten Monate, die Märkte sind angesichts der Griechenland-Krise hochgradig nervös.
Für Anleger heißt das: Ruhe bewahren und sicherheitsorientiert investieren – attraktive Sonderangebote findet man immer wieder auch unter den Zinsanlagen. Profiteure der aktuellen Situation sind all die, die Kredite benötigen. Vorausgesetzt sie bringen ausreichend Bonität und Sicherheiten mit.
Tagesgeld-Zinsen: Nach Aktionen Ausschau halten
Auf den ersten Blick wirken die derzeitigen Tagesgeld-Angebote wenig attraktiv: Zu Monatsbeginn kündigten gleich mehrere Banken Zinssenkungen bei ihren Tagesgeld-Angeboten an. Unter ihnen etwa die DAB Bank, die ihren Top-Zins von 2,50 auf 2,30 Prozent p.a. senkte und damit trotzdem noch die meisten Vergleiche anführt.
Im Schnitt erhält man derzeit für Tagesgeld-Anlagen bis 5.000 Euro lediglich 1,13 Prozent effektiv, für täglich fällige Einlagen bis 50.000 Euro sind es durchschnittlich 1,15 Prozent, Tendenz leicht fallend.
Aber es gibt auch Ausnahmen: Die comdirect beispielsweise bietet mit dem Tagesgeld Plus nicht nur eine flexible und mit 2,1 Prozent relativ hoch verzinste Anlagemöglichkeit. Im Rahmen eines Gewinnspiels kann man Ende Juni mit ein wenig Glück seine Ersparnisse verdoppeln – von so einer Rendite kann man sonst nur träumen.
Leicht fallende Festgeld-Zinsen
Auch in diesem Monat gilt: Je länger der Anlagezeitraum, desto attraktiver die Verzinsung. Wobei zu sagen ist, dass einige Banken im Verlauf der letzten Wochen den Rotstift bei den längeren Laufzeiten angesetzt und die Zinsen dafür ein wenig nach unten korrigiert haben. Ein Beispiel ist die comdirect, die die Verzinsung auf ihrem Laufzeitkonto deutlich nach unten angepasst hat. In der Spitze sind hier nur noch 3,85 statt der bisherigen 4,00 Prozent Zinsen zu haben.
Der FMH-Finanzberatung zufolge bringt 3-monatiges Festgeld derzeit durchschnittlich 0,81 Prozent, 12-monatiges Festgeld liegt bei immerhin 1,30 Prozent Zinsen effektiv. Im Vergleich zum Vormonat nur eine leichte Senkung nach unten.
Kredite weiterhin günstig
Während Privatanleger verzweifelt nach attraktiven und sicheren Anlagemöglichkeiten suchen, haben Darlehensnehmer gut lachen: Zwar stiegen die Darlehenszinsen im Vergleich zum April im Schnitt ein wenig an – sie liegen aber immer noch auf relativ niedrigem Niveau.
Bei bester Bonität sind Ratenkredite mit 36-monatiger Laufzeit bereits ab 3,85 Prozent zu haben. Der Durchschnitt liegt bei 7,58 Prozent effektiv. Kredite mit einer Laufzeit von 60 Monaten kosten durchschnittlich 8,06 Prozent. Zu den attraktivsten Angeboten zählen die Ratenkredite von Targobank, swkbank und SEB: Sie liegen mit 3,99, 4,30 und 4,49 Prozent Zinsen deutlich unter dem Marktdurchschnitt.
Bauherren sind die Gewinner
Die größten Gewinner der aktuellen Situation an den Finanzmärkten sind Bauherren, die weiterhin in den Genuss von sehr günstigem Baugeld kommen können. Sie sind einige der Wenigen, die sogar noch von der Griechenland-Krise profitieren: Im Zuge der Krise hat sich das ohnehin schon günstige Baugeld nochmals verbilligt.
Noch Anfang April lag der Zinssatz für Baugeld mit 10-jähriger Zinsbindung im Durchschnitt bei 3,91 Prozent effektiv – heute liegt er bei 3,79 Prozent. Auf dem Papier mag die Differenz nicht gewaltig aussehen, aber jedes Zehntel Unterschied bei der Baufinanzierung bedeutet Minder- oder Mehrkosten im Tausenderbereich.
Auch 15-jähriges Baugeld hat sich verbilligt: Statt wie im April 4,37 Prozent zahlt man dafür nun durchschnittlich 4,21 Prozent effektiv.
Zinsentwicklung im März 2010
Zinsentwicklung im Februar 2010
Zinsentwicklung im Januar 2010
Weiterführende Informationen:
Eine sichere Geldanlage und Investition in die Zukunft ist ein Energiesparhaus, Energie sparend bauen und an die Umwelt denken!


