Zinsentwicklung März 2010Entwicklung der Zinsen im März 2010
Im August hat sich an den Zinsmärkten vergleichsweise wenig getan. Nach wie vor befinden sich die Zinsen auf einem äußerst niedrigen Stand, in vielen Bereichen sogar immer noch auf dem Rekordtief.
Für Anleger bedeutet das auch im September Saure-Gurken-Zeit: Hohe Renditen bleiben wohl weiterhin ein Wunschtraum. Für diese Gruppe ist es daher wichtig Angebote zu vergleichen und Zinsunterschiede zu nutzen. Kreditnehmer dürfen sich hingegen freuen: Ratenkredite und Immobiliendarlehen sind besonders attraktiv.
Tagesgeldzinsen sind leicht gefallen
Am schwersten haben es Tagesgeldanleger: Gegen Ende August sind die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen laut FMH Index (für Anlagebeträge in Höhe von 5.000 Euro) geringfügig, nämlich von 1,08 auf 1,07 Prozent, gefallen. Höhere Anlagebeträge führen übrigens kaum zu einer maßgeblich besseren Verzinsung.
Um eine akzeptable Verzinsung zu erzielen, empfiehlt es sich, gezielt Ausschau nach Neukundenangeboten zu halten und einen regelmäßigen Tagesgeldvergleich durchzuführen. Dauerhaft ganz weit vorn ist das Tagesgeld-Angebot der Bank of Scotland, wo Anleger derzeit 2,20 Prozent Zinsen erhalten.
Festgeldzinsen nahezu unverändert
Die durchschnittlichen Festgeldzinsen mit einer Laufzeit von 3 Monaten haben seit Anfang August (auf Basis des FMH Index) um 0,01 Prozent zugelegt, sodass prinzipiell keine signifikante Veränderung festzustellen ist. Bei Laufzeiten von einem Jahr liegt die durchschnittliche Verzinsung genau bei 1,00 Prozent, was exakt dem Zins entspricht, der bereits Anfang August erhältlich gewesen ist.
Nach wie vor gilt: Die besten Verzinsungen gewähren die Banken dann, wenn Anleger dazu bereit sind, für relativ lange Zeit auf ihre Gelder zu verzichten. Eines der besten Beispiele dafür ist die Credit Europe: Festgelder werden hier mit bis zu 4,00 Prozent verzinst - allerdings bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Bei kürzeren Festgeld-Laufzeiten punktet vor allem die Bank of Scotland: Zwar verabschiedete sich das Geldhaus erst vor wenigen Tagen von der 3-jährigen Laufzeit und senkte die Verzinsung, dennoch zählt das Bank of Scotland Festgeld mit 3,55 Prozent für 5-jährige Anlagen und 3,00 Prozent Zinsen für 4-jährige Anlagen zu den Top-Angeboten auf dem Markt.
Ratenkredite weiterhin günstig
Eine allgemeine Darstellung der Zinsentwicklung bei den Konsumkrediten gestaltet sich derzeit schwierig, weil die Banken nicht mehr mit Top-Konditionen werben dürfen, sondern in ihrer Werbung stattdessen einen Zinssatz angeben müssen, der tatsächlich realistisch ist. In der Folge sind konkrete Zinsangaben nur noch sehr schwer zu finden. Voraussichtlich wird sich daher langfristig ein neuer Zinsindex etablieren. Im Allgemeinen kann aber gesagt werden, dass die Zinssätze gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert sind.
Durchaus einfach vergleichen lassen sich jedoch sogenannte Festzinskredite, die einen bonitätsunabhängigen Zinssatz für alle Antragsteller bieten. Die Targobank beispielsweise bietet derzeit Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten für 3,45 Prozent effektiv.
Baugeld ist noch günstiger geworden
Obwohl die Hypothekenzinsen bereits Anfang August rekordverdächtig tief lagen, sind die Zinssätze noch weiter gefallen. Dies gilt vor allem für Darlehen mit langer Zinsbindung: Wer seinen Zinssatz für 15 Jahre festschreibt, kann im September ein Darlehen zu 3,60 Prozent effektiv aufnehmen. Gegenüber dem Vormonat ist dies eine Zinssenkung um eindrucksvolle 0,4 Prozent.
Eine gezielte Bankenwahl erlaubt es, Immobilien noch günstiger zu finanzieren. Bei selber Zinsbindung, einer 80-prozentigen Beleihung und einem Darlehensbetrag von 100.000 Euro ist es möglich, ein Immobiliendarlehen bei der SKG Bank zu 3,32 Prozent effektiv aufzunehmen.


