04.08.2009
Anlagezinsen bleiben im Keller
Die Zinsen auf Tages- und Festgeldkonten werden auch weiterhin niedrig bleiben.
Davon geht die Mehrheit der in einer Nachrichtenagentur-Umfrage befragten Volkswirte aus. Grund für die aus Sicht von Sparern pessimistische Erwartung ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Diese ermöglicht es Geschäftsbanken seit einiger Zeit, sich direkt bei der EZB mit Geld zu refinanzieren und dabei anders als bislang auch Geldleihen von bis zu 12 Monaten zu tätigen.
Das Einlagengeschäft im Privatkundenbereich ist damit als Refinanzierungsquelle nur noch bedingt interessant für die Banken, weil bei der EZB ein Zinssatz von 1,0 Prozent gilt. Solange diese günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten weiter bestehen, ist nicht mit einer spürbaren Erholung des Zinsniveaus im Einlagengeschäft zu rechnen.
Der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld liegt der FMH Finanzberatung zufolge gegenwärtig bei lediglich 1,44 Prozent. Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten werden demnach mit durchschnittlich 1,62 Prozent ebenfalls sehr gering verzinst.


