16.06.2010
Neue Standards für Geldanlagen-Beipackzettel gefordert
Ernüchterung bei Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: Die bereits seit letztem Jahr geforderten Beipackzettel für Geldanlagen stellen laut Verbraucherzentrale Bundesverband keine Kaufhilfe dar.
Getestet hatten die Verbraucherschützer Informationsblätter für Immobilienfonds, Festgeld, Schatzanleihen und andere Finanzprodukte von acht Anbietern.
Die Verbraucherzentralen ziehen daraus die Konsequenz und fordern neue, verbindliche Standards für Finanz-Beipackzettel. Das größte Problem für Verbraucher besteht derzeit nämlich darin, dass das Aigners Ministerium zwar den Anforderungen entsprechende Formblätter zur Verfügung stellt, die Geldinstitute mehrheitlich aber eigene Broschüren und Informationsmaterialien verwenden. Die sind je nach Bank so unterschiedlich und unverständlich, dass sie sich nur schwer vergleichen lassen. Zudem fehlen zum Teil wichtige Angaben, etwa zu den Risiken einer Anlage – ein Grund mehr, endlich verbindliche Standards für Informationsmaterialien einzuführen.


