Trump ist Präsident – Experten ahnen Böses für die Wirtschaftsmärkte

Düstere Aussichten für die deutsche Export-Branche

Nicht nur für die deutsche Export-Branche bringt die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA düstere Aussichten. In den Medien und der Presse ist von Ahnungslosigkeit und Wahnsinn die Rede. Und ja, wenn Trump seine Versprechen beziehungsweise Drohungen tatsächlich in die Tat umsetzt, haben die Handelspartner einiges zu befürchten. Trump ist etwa von der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der Europäischen Union und den USA nicht begeistert und das könnte für Deutschland eine Enttäuschung bedeuten. Auch mit dem Anstieg des Euro-Kurses wird der Verkauf von Waren in den US-Markt teurer, die Aktienkurse der Unternehmen fallen. Die Exportbeziehungen in die USA sind für den deutschen Handel jedoch am Wichtigsten. Unzählige Arbeitsplätze hierzulande sind über die Handelsunternehmen mit der USA verknüpft. Tiefgreifende Veränderungen können sich somit negativ auf den deutschen Wirtschaftsmarkt auswirken.

Anleger setzen auf Bau- und Bankenbranche

Wirkliche Nervosität herrscht vor allem an den Börsen. Auf dem europäischen Aktienmarkt fielen die Kurse bisher nur leicht und der DAX-Index ist langsam aber sicher wieder im Aufschwung. Trotzdem scheint alles auf Spannung zu stehen und vielleicht ist es die Ruhe vor dem Sturm. Alles wartet auf die ersten Schritte des Wirtschaftsmagnaten als neues Oberhaupt der US-Regierung. Während die Aktien großer Internetfirmen wie Google und Facebook an Wert verlieren, denn die mag Trump nicht, stützen sich viele Anleger auf die Bau- und Bankenbranche, von der sie sich Stabilität erhoffen.

Ölpreise fallen

Auch die Ölpreise fallen. Seit dem Wahlergebnis um etwa zehn Dollar im Vergleich zum Vormonat. Denn die USA strebt nach Unabhängigkeit, auch im Energiesektor. So will sich das Land freimachen von den bisher notwendigen Importen aus anderen Nationen sowie von dem Ölkartell Opec und eigene Rohstoffe fördern, zum Beispiel in der Schieferöl-Region North Dakota. Bereits in den letzten zwei Jahren hat die Schieferöl-Förderung des Ölpreis stark nach unten gedrückt. Damit sich das Land jedoch weiter selbst versorgen kann, müssen bestehende Regularien und Umweltauflagen geändert werden. Und damit sich das Land gänzlich selbst versorgen kann, müssen die Ölfirmen gut doppelt so viel Öl aus der Erde pumpen, wie aktuell gefördert wird. Denn im Jahr 2015 lag der durchschnittliche Verbrauch bei 19,4 Millionen Barrel. Mit einem Ertrag von zurzeit 8,7 Millionen Barrel muss noch einiges mehr gepumpt werden. Und je mehr die USA selbst pumpt, desto weiter fallen die Preise.

Experten vermuten, dass das Wirtschaftswachstum stagniert

Mexiko hat das Wahlergebnis bisher am schwersten getroffen, der mexikanische Peso verbüßte direkt ganze zwölf Prozent und Trump kündigte nicht nur einen Handelsstreit an, sondern auch eine Mauer zwischen den Ländern. Das Statement ist klar und deutlich. Auch in Tokio waren erstmal Kursfälle angesagt. Doch auch für den Wirtschaftsmarkt der USA kann das Wahlergebnis eine Welle von Reformen bedeuten. Denn Trump will die (amerikanische) Welt verändern: die Handelspolitik, die Migrationspolitik, die Steuer. Elf Millionen illegale Einwanderer, also fünf Prozent der gesamten Arbeitskräfte, sollen die USA verlassen. Erhebliche Steuersenkungen für Privatpersonen und Firmen stellt er in Aussicht. In Anbetracht all dieser Äußerungen sehen Experten das Wirtschaftswachstum der USA in Gefahr. Doch damit nicht genug, denn die Experten für Wirtschaftsmärkte rechnen auch mit einer Entschleunigung der ganzen Weltkonjunktur.

Bildquellen: „Trump“ PeteLinforth – pixabay.com

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