Vorsicht Bankgebühren – wie Verbraucher sparen können

Die Banken lassen sich immer dreistere Methoden einfallen, um ihren Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei gelten die meisten Banken als altmodisch und angestaubt, was sie aber nicht davon abhält, ständig neue Ideen zu barem Geld zu machen. Wer Geld sparen will, der sollte sich über die Gebühren der Banken sehr genau informieren, denn einige dieser Gebühren lassen sich vermeiden, auch wenn es vielleicht den Anschein hat, dass die Bank überall darauf lauert, Geld zu verdienen.

Keine Papierüberweisungen tätigen

die Banken kassieren

Die Gebühren der Banken

Die sogenannte beleghafte Überweisung ist so etwas wie das Urmodell aller Gebühren, die die Banken in der Niedrigzinsphase wieder neu für sich entdeckt haben. Die Preise für die Überweisungen auf Papier variieren und reichen von relativ günstigen 99 Cent bis zu 1,50 Euro pro Stück. Diese Gebühren gehen vor allem zulasten der älteren Bankkunden, die keine Möglichkeit haben, ein Online-Konto zu führen, denn sie sind gezwungen, die hohen Gebühren zu bezahlen.

Die Jahresgebühr für die Girocard

Früher undenkbar, heute eine Selbstverständlichkeit – die Jahresgebühr für die Girokarte. Aber einige Banken geben sich mit dieser Gebühr allein nicht zufrieden, denn auch wenn per Lastschrift in einem Online-Shop eingekauft wird, dann will die Bank Geld sehen. Es ist daher kein Wunder, dass immer mehr Kunden die Bank wechseln und über diese Preistreiberei verärgert sind.

Die geplatzte Lastschrift ist teuer geworden

Jede Bank ist dazu verpflichtet, ihre Kunden darüber zu informieren, wenn eine Lastschrift nicht ausgeführt werden kann, weil das Konto nicht ausreichend gedeckt ist. Für diese Information dürfen die Banken eigentlich kein Geld verlangen, aber für einen Zwischenkontoauszug schon. Je nach Bank kostet das Porto für diesen Kontoauszug, den der Kunde nicht haben möchte, zwischen 1,90 Euro und drei Euro.

Auch das TAN-Verfahren kostet

Besonders dreist sind die Gebühren, die die Bank verlangen, wenn es um den SMS-Versand von mobilen Transaktionsnummern, den sogenannten TAN-Nummern geht. Wer mit einer solchen TAN-Nummer, die als Kurznachricht auf das Smartphone oder Handy gesandt wird, eine Überweisung freigibt, der muss zwangsläufig auch eine SMS bekommen. Da das Verschicken einer SMS die Bank Geld kostet, wälzt sie die Kosten einfach auf den Kunden ab. Einige Banken bieten fünf kostenlose SMS im Monat an, jede weitere Kurznachricht wird hingegen mit 0,20 Cent berechnet. Andere Banken verlangen grundsätzlich Geld, und wieder andere bitten ihre Kunden nur dann zur Kasse, wenn sie im Ausland sind.

Keine Münzen zur Bank bringen

Münzen

Münzgeld ist nicht gewollt

Vorbei sind die Zeiten, als die Kinder am Weltspartag ihre prall gefüllten Sparschweine zur Bank gebracht haben, denn heute kostet es richtig Geld, wenn Münzen zur Bank gebracht werden. Die Münzen werden von Maschinen gezählt und die sind teuer, daher will man den Kunden das Münzgeld so unattraktiv wie eben möglich machen. In einigen Banken müssen die Kunden ihr Münzgeld in sogenannte Safebags füllen und eine dieser sicheren Taschen kostet dann bis zu 7,50 Euro. Es gibt mittlerweile aber auch Banken, die die Annahme von Münzgeld komplett verweigert.

Das teure Konto für Jedermann

Die Banken haben die gesetzliche Pflicht, jedem ein Konto anzubieten, denn mit diesem Konto für Jedermann sollen auch Menschen am Finanzleben teilnehmen können, die nicht so viel Geld haben oder obdachlos sind. Das Konto für Jedermann ist ein Basiskonto, das nicht überzogen werden kann, aber niemand stört sich offenbar daran, dass die Banken für dieses Konto horrende Gebühren verlangen. 5,90 Euro ist noch relativ günstig, es gibt Banken, die wollen 8,95 Euro und sogar neun Euro für das Jedermann-Konto haben.

Bildquellen: „die-banken-kassieren.jpg“ skeeze – pixabay.com / „muenzen.jpg“ Olichel – pixabay.com

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