Fondsgebühren

Fondsgebühren – intransparent und zu hoch

In den Zeiten niedriger Zinsen, die die klassischen Geldanlagen wie Fest- oder Tagesgeld wenig attraktiv machen, interessieren sich immer mehr Anleger für Investmentfonds. Die Gebühren für diese Fonds sind aber teilweise so hoch, dass gute Renditen kaum noch möglich sind. Jetzt wollen sogar Verbraucherschützer gegen die hohen Fondsgebühren vorgehen und prangern die Gebührenpraxis der Fondsgesellschaften und Banken an.

Es gibt 60 verschiedene Formen der Fondsgebühren

FondgebührenBevor die EZB mit ihrer zweifelhaften Zinspolitik das Sparen unattraktiv gemacht hat, waren Investmentfonds für die meisten privaten Anleger kein Thema. Das sieht jetzt ein wenig anders aus, denn bedingt durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank entscheiden sich immer mehr Anleger für Investmentfonds, allerdings interessieren sich nur wenige für die zum Teil horrenden Gebühren. Mittlerweile gibt es 60 verschiedene Formen der Fondsgebühren, vor allem in den ersten zwölf Monaten müssen die Anleger mit Kosten im zweistelligen Bereich rechnen. Auch in den folgenden Jahren werden die Fondsgebühren nicht weniger, denn es werden teilweise mehr als zwei Prozent verlangt.

Keine Transparenz bei vielen Anbietern

Einige Fondsgebühren werden sogar zu Unrecht verlangt und auch die Transparenz lässt bei den meisten Anbietern leider zu wünschen übrig. Informationen gibt es, wenn überhaupt, über den Ausgabeaufschlag, die Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen berechnet wird. Ärgerlich ist zum Beispiel die sogenannte Performance Fee Gebühr, die immer dann erhoben wird, wenn ein Fonds überdurchschnittlich hohe Renditen erzielt. Diese Fondsgebühren liegen zum Teil bei 25 %, wenn ein bestimmter Wert überschritten wurde.

Häufig sinnlose Fondsgebühren

Manche Fondsgebühren haben wohlklingende Namen, ihr Sinn ist allerdings kaum verständlich. So gibt es beispielsweise eine Gebühr für die „Prüfung und Geltendmachung von Rechtsansprüchen“ oder eine Gebühr zur „Verwaltung und Verwahrung von eventuell entstehenden Steuern“. Die Aufbewahrung der Fondsanteile lassen sich die Anbieter ebenfalls teuer bezahlen, denn es gibt Fondsgebühren für die „Verwaltungsvergütung für gehaltene Investmentanteile“. Wer sich für Investmentfonds interessiert, ist gut beraten, sich vor allem über die Gebühren zu informieren.

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