Gebühren

Was sind Gebühren und wo fallen sie an?

Eine Gebühr ist eine Gegenleistung in Form von Geld. Diese Gegenleistung hat ihren Ursprung in einer Leistung, die von einer Person oder einem Unternehme erbracht wird. Voraussetzung für die Gebühr ist daher immer, dass die Leistung auch wirklich in Auftrag gegeben oder genutzt wird.

Gebühren in der Geldanlage

GebührenGebühren werden in der Regel dort erhoben, wo Verwaltungsaufgaben wahrgenommen oder Leistungen erbracht werden müssen. Gerade im Finanzwesen sind meistens Konten mit den Gebühren belegt, da die Konten verwaltet werden müssen. Die Höhe der Gebühren richtet sich dabei zunächst nach dem Aufwand, der betrieben werden muss, um die Leistung zu erbringen. Zugleich sind auch die marktüblichen Gebühren ein wichtiges Kriterium. Ein weiterer Faktor bezüglich der Gebührenhöhe ist die Zielgruppe, für die ein Finanzinstitut tätig ist. Hierbei können die Gebühren ein Instrument sein, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Die Zielgruppe oder die Höhe der Gebühren können allerdings nicht als Qualitätskriterium anerkannt werden.

Gebühren bei Aktien und Fonds

Eine wichtige Gebühr bei den Fonds ist der Ausgabeaufschlag. Hierbei handelt es sich um eine einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen anfällt. Üblich ist die Angabe in Prozent. Der Prozentsatz errechnet sich auf der Basis des Rücknahmepreises. Die genaue Höhe wird von der ausgebenden Fondsgesellschaft festgelegt. In vielen Fällen können Vermittler Rabatte auf den Ausgabeaufschlag anbieten. Viele Fondsgesellschaften bieten zudem auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag an.
Transaktionsgebühren werden auch als Transaktionskosten bezeichnet. Von Transaktionen wird gesprochen, wenn Wertpapiere gekauft oder verkauft werden. Die Gebühren werden ebenfalls in Prozent angegeben und beziehen sich auf den Wert der Transaktion. Neben Aktien können auch Fonds mit solchen Gebühren belastet sein, wenn diese über einen Börsenmakler oder ein Finanzinstitut eingekauft werden.
Eine gängige Gebühr für Aktien und Fonds sind nur indirekt mit den Geldanlagen verbunden. Es handelt sich dabei um Depotgebühren. Diese Depotgebühren unterscheiden sich zwischen den Anbietern und werden von diesen festgelegt. Inhalt der der Depotgebühren ist die Verwaltung des Depots. Häufig wird die Gebühr prozentual zum Depotwert berechnet. Hierbei wird regelmäßig eine Mindestgebühr festgelegt, die auf keinen Fall unterschritten werden kann.

Die Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist keine Gebühr im eigentlichen Sinn. Sie ist allerdings dennoch wichtig, geht es um die Geldanlage in Wertpapieren. Es handelt sich um eine Zahlung, die beim Verkauf von Wertpapieren anfällt, wenn diese Papiere Gewinne erzielt haben. Die Abgeltungssteuer bezieht sich dabei immer auf den Ertrag der Kapitalanlage, also auf die Zinsen, Dividenden und andere Gewinne. Auch auf Zinsgewinne, wie beispielsweise beim Sparbuch, wird die Steuer erhoben. Grundsätzlich beträgt diese Steuer 25 Prozent des Gewinns. Die Steuer wird von den Finanzinstituten direkt an das Finanzamt überwiesen. In der Steuererklärung muss die Geldanlage nicht mehr angegeben werden, wenn es sich um eine Anlage im Inland handelt.
Obwohl die Steuer direkt abgeführt wird, bestehen dennoch Möglichkeiten, die Zahllast zu verringern. Hierfür hat der Staat den Sparerpauschbetrag eingerichtet. Dieser beträgt für Ledige 801 Euro und für Ehepaare 1.602 Euro. Um diese Möglichkeit zu nutzen, muss der Anleger ein Freistellungsauftrag erteilen. Alternativ kann er eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt erhalten, die dann an das jeweilige Finanzinstitut weitergegeben wird.
Zwar wird die Steuer direkt an das Finanzamt abgeführt und das Anlageprodukt muss nicht bei der Steuererklärung angegeben werden. Es kann sich allerdings lohnen, die Angaben dennoch zu machen. Liegt der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent, wird der Differenzbetrag zwischen einbehaltener Steuer und persönlichem Steuersatz vom Finanzamt erstattet.

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