Immobilien

Immobilien als Kapitalanlage

Immobilien werden bei unsicheren Kapitalmärkten interessant, gelten diese soch als sicheres Investment. Insbesondere bei niedrigen Renditen auf dem Finanzmarkt, investieren viele Investoren in Häuser, Hallen und anderen Immobilien. Dabei eignet sich nicht jedes Grundstück und jedes Gebäude als Anlageprodukt.

Vom richtigen Zeitpunkt und Lage

ImmobilieninvestmentHäufig ist das Hauptargument der Makler die Lage. Diese ist allerdings als wichtiges Kriterium für den Kauf einer Immobilie nicht ausreichend. Objekte in sehr guten Lagen werden stark nachgefragt. Gerade wenn die Zinsen niedrig und die Anlagealternativen begrenzt sind, steigt die Nachfrage weiter an. Daher steigen die Immobilienpreise in diesen Lagen stark an. Selbst ein Objekt in relativ schlechtem Zustand kann in Top-Lagen sehr teuer sein. Durch die Instandsetzung steigen die Kosten dann noch weiter. Besser ist hier eine Immobilie, die in sehr gutem Zustand ist. Auch wenn ein solches Objekt nicht in einer Bestlage steht, ist die Rentabilität in der Regel höher.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle beim Kauf der Immobilie. Soll sie als Kapitalanlage angeschafft werden, sollten die zukünftigen Entwicklungen berücksichtigt werden. Auch wenn die Zinsen niedrig sind, können diese in einigen Jahren stark steigen und bei neuerlichen Kreditverhandlungen ein Problem werden. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, wie sich die Immobilienpreise in der Zukunft entwickeln können. Bei Quadratmeterpreisen jenseits der 10.000 Euro muss davon ausgegangen werden, dass Investoren ihr Geld in Immobilien parken. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Finanzmarkt unsicher ist. Bei sehr hohen Preisen ist davon auszugehen, dass der Preis je Quadratmeter in einigen Jahren auch wieder fällt. Dann kann der Kreditbetrag unter Umständen den Wert der Immobilie übersteigen. Der ideale Zeitpunkt ist daher jener, der niedrige Quadratmeterpreise bietet, da Investoren an den Finanzmärkten wegen hoher Renditen aktiv sind.

Kosten als Risiko

Viele Anleger möchten mit den Immobilien Renditen erzielen. In dieser Beziehung ist einiges zu beachten. Einige Kosten können beispielsweise nicht an den Vermieter weitergegeben werden, wie beispielsweise die Grundsteuer. Zugleich muss eine Immobilie instandgehalten werden, damit sie ihren Wert behält. Modernisierungen und neue Gesetze können weitere Kosten verursachen. Auch die Verwaltung und die Kosten bei einem Wechsel der Mieter sowie Leerstand machen eine Immobilie unter Umständen zum Renditekiller.
Auch gesetzliche Auflagen wie der Energieausweis oder die Grunderwerbsteuer, die bei jedem Immobilienkauf anfällt, können die Vermietung nahezu uninteressant machen. Falsche Wohnungsgrößen sind hierbei ebenfalls ein Problem.

Von der richtigen Anlage

Es reicht insgesamt nicht aus, einfach eine Immobilie zu kaufen. Vielmehr muss bereits im Vorfeld ermittelt werden, wie der zukünftige Bedarf sein wird und welche Wohnungsgrößen zukünftig nachgefragt werden. Nur solche Immobilien sollten in Erwägung gezogen werden, die den zukünftigen Bedarf abdecken können. Hierbei muss die Entwicklung des konkreten Ortes berücksichtigt werden, da jede Stadt eine unterschiedliche Entwicklung hat. Wurde dies berücksichtigt, dann sollten die Kosten erfasst werden, die durch den Betrieb der Immobilie anfallen werden. Die Kosten müssen dann mit der monatlichen Miete verrechnet werden. Zu berücksichtigen sind hierbei sowohl die möglichen Quadratmeterpreise, wie auch die Nebenkosten, die dem Mieter weitergereicht werden können.
Das Objekt selbst sollte über einen Quadratmeterpreis verfügen, der auch bei sinkenden Kosten noch angemessen ist. Das Gebäude selbst muss in einem möglichst guten Zustand sein.

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