Fragen & Antworten

Was ist gut noch zu wissen? Fachchinesisch?

Hier möchten wir Ihnen helfen, die Fachwörter rund um das Thema Zinsen noch besser zu verstehen:

Girokonto:

Das Girokonto ist ein Konto, das jeder eröffnen beziehungsweise nutzen kann. Normalerweise werden über das Girokonto alle Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge abgewickelt. Ihr Arbeitgeber überweist Ihnen hierauf auch Ihr Gehalt. Dazu kommt, dass man als Inhaber von einem Girokonto Kontoauszüge bekommt oder sich diese am Automaten ausdrucken lässt. Somit hat man als Kunde immer einen ganz genauen Überblick über die eigene finanzielle Lage.

Steuern – was ist ein Freistellungsauftrag?

In Deutschland sind Ihre Zinserträge/ Habenzinsen einkommensteuerpflichtig. Die Banken müssen die Steuern, die sogenannte Abgeltungsteuer (das erklären wir gleich noch), direkt einbehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Allerdings gibt es einen Freibetrag – den Sparer-Pauschbetrag – mit einer gesetzlichen Höchstgrenze von

  • 801 Euro für Einzelpersonen,
  • 1.602 Euro für zusammenveranlagte Eheleute oder eingetragene Lebenspartner.

Bis zu diesen Grenzen müssen keine Steuern auf Ihre Habenzinsen gezahlt werden. Die Bank muss also auch keine Steuern an das Finanzamt abführen und Sie bekommen die Zinsen vollständig gutgeschrieben. Aber Sie müssen der Bank dafür auch Bescheid sagen, dass Sie den Freibetrag oder einen Teil davon nutzen wollen.

Mit einem Freistellungsauftrag nutzen Sie also diese Freibeträge und sagen der Bank, dass Sie bis zur eingetragenen Höhe keine Steuern abführen sollen. Sie können den Freistellungsauftrag direkt online bei Ihrem Tages- oder Festgeldanbieter einrichten.

Ihren Sparer-Pauschbetrag können Sie mit separaten Freistellungsaufträgen auf verschiedene Banken aufteilen. Sie können also gleich bei der Eröffnung des Tages- oder Festgeldkontos einen Freistellungsauftrag beim Anbieter hinterlegen. Dann bekommen Sie den vollen Zinsbetrag gutgeschrieben und, was das beste ist, bekommen darauf auch wieder Zinsen.

 

Abgeltungssteuer:

Nicht nur auf Ihr Gehalt, sondern auch auf alle Kapitalerträge (z.B. Habenzinsen, Dividenden) müssen Steuern gezahlt werden. Die Bank überweist diese Steuern direkt an das Finanzamt, d.h., Sie selber müssen nichts machen, haben aber weniger Zinsen auf Ihrem Konto.

Der Steuersatz auf Ihre Zinsen beträgt aktuell 25%, dazu kommen noch 5 % Solidaritätszuschlag und ggfls. Kirchensteuer. Insgesamt liegt der Abzug dann bei knapp 28%.

Das muss ja nicht sein, also richten Sie lieber direkt einen Freistellungsauftrag ein, dann können die gesamten Zinsen auch weiterhin für Sie arbeiten.

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