ING-DiBa

Wer ist denn die ING Diba?

Die ING-DiBa AG ist eine der größten und bekanntesten Direktbanken in Deutschland. Sie ist eine Tochterfirma der ING Groep und führt ihre Geschäfte von Frankfurt am Main aus.
Sie ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen und wird von den Vorständen Nick Jue, Bernd Geilen,  Željko Kaurin, Remco Nieland und Dr. Joachim von Schorlemer geleitet.

Obwohl sie eine Direktbank ist, gehört sie heute (Stand Dezember 2018) zu den 20 größten Banken Deutschlands.
Nach eigenen Angaben betreut die Bank in Deutschland über 8 Millionen Kunden und beschäftigt fast 4.000 Mitarbeiter. Sie hatte 2015 eine Bilanzsumme von fast 150 Milliarden Euro. Mit im Jahr 2015 an die 1,4 Millionen Kunden mit Girokonten ist die Bank eindeutig ein echtes Schwergewicht im deutschen Markt.
Einer breiten Öffentlichkeit ist die INI-DiBa durch ihre Sponsoring Aktivitäten und Werbeaktivitäten bekannt geworden. Neben der deutschen Basketballnationalmannschaft gibt es seit mehreren Jahren verschiedene Fernsehspots mit dem bekannten Basketballspieler Dirk Nowitzki, die zu einer hohen Bekanntheit geführt haben. 

Ab November 2018 ändert die Bank ihren Auftritt erneut: Aus dem etwas sperrigen ING-DiBa wird nur noch ING. Der Markenauftritt wird mit dem Slogan ING – Die Bank und Du angepasst. Nach Angaben der Bank hat soll das auf das Thema agile Methoden einzahlen. Der Name der Firma selber (ING-DiBa AG) bleibt aber zumindestens noch unverändert.

Welche Produkte bietet die  ING-DiBa?

Von Produktseite her ist die ING-DiBa vor allem mit dem Extra-Konto bekannt geworden, das heute eines der bekanntesten Tagesgeldkonten ist. Neben diesem bietet die Bak immer mehr Produkte für Privatkunden an, vor allem verschiedene Finanzierungsprodukte, ein Depot und ein Girokonto.

Das bekannteste und wohl auch erfolgreichste Produkt das Extra-Konto sein, ein klassisches Tagesgeldkonto.
Daneben ist die ING-DiBa eine gute Anlaufstelle für private Immobilienfinanzierungen, Brokerage (die Bank ist 2018 zum wiederholten Male als bester Online Broker ausgezeichnet worden), Girokonten aber für verschiedene Kredite und weitere Sparprodukte.
Im Gegensatz zu den meisten Direktbanken – die ja keinerlei Filialen haben  – verfügt die ING-DiBa über 1.000 Geldautomaten, die an publikumsstarken Orten wie Einkaufszentren oder Tankstellen aufgestellt sind.
Dazu können Kunden – die einen VISA Karte der ING-DiBa haben – bei Fremdautomaten gebührenfrei Geld abheben, auch wenn seit Mitte 2018 da ein Mindestabhebebetrag gilt.

Die Bank war schon immer ein Vorreiter, was das Direktbanking angeht. So hat sie zum Beispiel schon 2014 eine Identifizierung der Webcam eingeführt für alle die Kunden, für die Identifizierung per  Postident Verfahren zu umständlich erschient.

Die ING-DiBa bietet eine kostenlose telefonische Beratung für ihre Produkte an, der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf dem Onlinebanking. So gibt es zum Beispiel die Kontoauszüge in der Regel nur im Onlinepostfach und nur in Ausnahmen per Post.

Was muss ich wissen zur ING-DiBa?

Die heutige ING-DiBa (ab November 2018 nur noch ING) ist für eine Direktbank schon etwas älter. 1965 wurde in Frankfurt die damalige Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung gegründet, die sich insbesondere im Privatkundengeschäft betätigte. Schwerpunkt war hier Erstellung von Produkten für die damals neuen Vermögenswirksamen Leistungen.  Diese Gründung wurde maßgeblich von den Gewerkschaften unterstützt, um wirklich allen Arbeitnehmern diese Möglichkeit zu geben Geld mit staatlicher Unterstützung anzusparen.
1998 erwarb die niederländische ING Groep einen Teil der Bank und nannte sie in DiBa (für Direktbank) um.

Bis 2003 hatte die IG Groep die restlichen Firmenanteile übernommen und begann in Schritten die heute bekannte Marke ING-DiBa aufzubauen.

2008 kam es durch die Pleite der amerikanischen Bank Lehmann Brothers zu einer Finanzkrise, die einen Großteil der internationalen Banken betraf.
Der niederländische Staat kaufte damals Wertpapiere in Höhe von rund 10 Milliarden € von der Mutterfirma ING Groep, der das Eigenkapital auszugehen schien. Offiziell wurde verlautbart, dass dieses nur eine Vorsichtsmassnahme war.  Ob es das wirklich war, lässt sich heute schwer beurteilen. Auf jeden Fall erholte sich die ING Groep über die Jahre, auch da sie einen Teil ihrer Hochrisikopapiere in eine staatliche Auffanggesellschaft abgeben konnte. Die niederländische Bank hat die Beträge über die Jahre durch Sparmassnahmen wieder den die niederländischen Staat zurück gezahlt.
Die deutsche Tochter ING-DiBa blieb von der Finanzkrise unberührt.
Das aktuelle Rating der ING-DiBa wird denn auch als relativ gut eingeschätzt, die Wahrscheinlichkeit einer Pleite und damit dem Verlust des Geldes ist also eher gering.

Da die ING-DiBa in Deutschland zwar die Tochter einer großen niederländischen Bank ist, trotzdem aber eigenständig arbeitet muss sie wie alle diese Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds sein. Dieser sichert – über eine entsprechende Entschädigungseinrichtung – Einlagen bis zu einer Höhe von 100 Tausend Euro pro Kunde ab,   falls die Bank selber zahlungsunfähig sein sollte.
Sollte der Fonds nicht mehr zahlungsfähig sein, muss er sich über Kredite und Sonderzahlungen der Mitgliedsbanken refinanzieren. Es bleibt natürlich immer ein Restrisiko, dass auch dieses nicht mehr geht. Aber da der deutsche Staat selber letztendlich ein hohes Interesse am Fortbestehen der Banken und der dazu nötigen Sicherheit hat, wird dieses Risiko von uns als eher Klein eingeschätzt.

Neben dieser gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung (wie gesagt bis zu 100.000 € pro Kunden) gibt es noch einen freiwilligen Einlagensicherungsfond der deutschen Banken. Dieser soll im Falle einer Bankenpleite Beträge über 100.000 € (die ja schon abgedeckt sind) bis zu maximal 1,48 Milliarden € erstatten.
Nun ist dieses klein einklagbares Recht auf Entschädigung, andererseits muss man sagen, dass dieser Fonds sämtliche Ansprüche die sich aus der Finanzkrise 2008 (u.a. der Pleite der amerikanischen Lehmann Bank) ergeben haben, erfolgreich abgewickelt hat.
Trotzdem – sollten Sie wirklich über eine deutlich höhere Einlage als 100.000 € nachdenken – sollten Sie diese auf mehrere Banken verteilen.  Sie sind in dem Fall ja pro Bank mit 100.000 € auf der nahezu sicheren Seite.

Welche Erfahrungen haben Nutzer mit der ING-DiBa?

Die ING-DiBa ist eine der größten und bekanntesten Direktbanken in Deutschland, dementsprechend viele Kundenberichte finden sich auch auf vielen Plattformen.
Nach den Recherchen von Zinsen.com sind es überwiegend positive Bewertungen. Sowohl die Sicherheit der Bank,  die lange Tätigkeit im deutschen Markt – was auf Seriosität schließen lässt – wie auch die überwiegend guten Konditionen bei der ING-DiBa. Wir meinen: Wenn Sie ihr Konto hier laufen lassen, machen Wie wahrscheinlich nichts falsch. Prüfen Sie nur sicherheitshalber in unseren Vergleichsrechnern nach, ob die ING-DiBa  aktuell wirklich das beste Angebot macht.

Was meint Zinsen.com zur ING-DiBa?

Die ING-DiBa ist eindeutig einer der Favoriten der Redaktion. Die Bank ist innovativ, gut aufgestellt und eigentlich eine Freude. Andererseits – dafür kann sich der Kunde ja nur am Rande etwas für kaufen. Entscheidend sind sicherlich daneben immer die Zinsen, die wir als Kunden für unser Geld bekommen. Aber dafür haben wir ja Vergleichsrechner.

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