Postbank

Wer ist denn die Postbank?

Die Postbank – wie der Name schon sagt – hervorgegangen aus der Deutschen Post ist heute unter der eigenen Marke und eigenen unverwechselbaren Zweigniederlassungen ein Teil der Deutschen Bank. Das Hauptgeschäft der Postbank liegt im stark standardisierten Privatkundengeschäft, d.h. im Gegensatz zu klassischen Privatbanken bietet die Postbank „nur“ Standardprodukte an.
Die Postbank arbeitet von Bonn aus, offiziell ist sie als Teil der Deutschen Bank von Frankfurt aus tätig.
Die Postbank gehörte – als sie noch eigenständig war – zu den größten deutschen Banken und beschäftigte über 20 Tausend Mitarbeiter.
Sie verfügte nach eigenen Angaben über 14 Millionen und war damit als Partner für die Deutsche Bank sehr interessant. Neben den über 4 Tausend Filialen, die sie zusammen mit der Post betreibt verfügt sie über 1.000 eigene Filialen und Beratungscenter und kann damit eine gute persönliche Beratung garantieren.

In der ersten Postreform 1989 wurde aus den damaligen Postgiro- und Postsparkassenämtern die  Deutsche Bundespost Postbank mit Sitz in Bonn. 1994 wurde im Rahmen einer weiteren (zweiten) Postreform die Deutsche Bundespost privatisiert und in drei Unternehmen aufgeteilt. Eines dieser Unternehmen war denn die Deutsche Postbank AG, die aber immer noch eng mit den ehemaligen Postgesellschaften verbunden blieb. So ist die Postbank auch heute noch die Hausbank der Deutschen Post.

Im Jahre 2015 wurde die Deutsche Postbank AG von der Deutschen Bank komplett erworben, die damit ihr Privatkundengeschäft ausbauen wollte. Die Deutsche Bank führte die Postbank AG zunächst als eigene Tochterfirma weiter. Erst im Mai 2018 – nachdem die Deutsche Bank zwischendurch schon Pläne für einen Wiederverkauf der Postbank hatte – wurde die Postbank auf die Deutsche Bank Privat- und Firmenkundenbank verschmolzen.

Welche Produkte bietet die Postbank an?

Natürlich biete ein Unternehmen wie die Postbank eine Vielzahl von Produkten an. Für uns ist aber vor allem das sogenannte Giro Plus Konto interessant, dass die Vorteile eines Girokontos mit den Vorteilen eines Tagesgeldkontos vereint.
Dieses Konto eine Art Girokonto, das mit den Vorzügen eines Tagesgeldkontos kombiniert ist. Zu beachten ist, dass das Konto nur dann Gebührenfrei ist, wenn auf dem Konto auch Gehaltszahlungen eingehen. Ansonsten fällt eine monatliche Gebühr an.
Auf das Geld bekommen sie – anders als bei einem üblichen Girokonto – Zinsen, die allerdings ab einer gewissen Höhe (das waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels 250.000 €) deutlich Geringer werden. Da das für Tagesgeld eher selten ist, sollte Sie daran denken.

Was muss ich wissen zur Postbank?

Im ausgehenden Mittelalter entstanden die Vorläufer der Deutschen Post, bekannt ist hier vor allem der Name Thurn und Taxis.
Schon kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde im damaligen Deutschen Reich der Postscheckdienst eingeführt. Es ging darum, den damals fast ausschließlich auf Bargeld ausgerichteten Zahlungsverkehr um ein einheitliches bargeldloses System zu ergänzen.  Die Privatbanken der damaligen Zeit boten sich Angebote nicht an.
Jeder Deutsche sollte einen Anspruch auf ein Postscheckonto haben, mit dem er Überweisungen tätigen konnte und Schecks einreichen. Da Überweisungen und vor allem Kontoauszüge mit der Post verschickt wurden und des – außer zum Ein- und Auszahlen  – keinen Bedarf für ein beratungsintensives Filialnetz gab bot sich die Post als Träger dieses neuen Geschäftes an.

Der Postsparkassendienst ist noch um einiges älter und wurde ursprünglich in Österreich eingeführt. Nachdem Österreich kurz vor dem zweiten Weltkrieg mit dem damaligen Deutschen Reich vereinigt worden war, wurde dieser Dienst ab 1938 für das ganze Deutsche Reich eingeführt.
Der Inhaber eines solchen Sparkontos konnte sich in allen deutschen Postämtern – sofern er denn Geld auf seinem Sparbuch hatte – kostenfrei Geld auszahlen lassen und auch Geld einzahlen.

Nachdem die Konkurrenzbanken zunehmend Geschäfte mit Girokonten machten, wurde der Name des Postscheckdienstes in den 80er Jahren auf Postgirodienst umgeändert. Es war aber weiterhin ein reines Guthabenkonto, ein (Kontokorrent-) Kredit auf diesem Konto gab es in der Regel nicht.  Lediglich für Mitarbeiter der Deutschen Bundespost stand ein Solcher zur Verfügung.
Bemerkenswert ist noch, dass die Postbank zu den Pionieren des Bildschirmtextes gehörte. Man begann schon Anfang der 80er Jahre mit Versuchen zu diesem Thema und ist mit dem heutigen Online Banking damit fast etwas zu diesen Anfängen zurück gekehrt.

Nachdem die Deutsche Bundespost 1989 in drei Unternehmen zerlegt worden war, wurde die Postbank im Jahr 1994 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt  und erhielt die notwendige Bankenlizenz, um damit alle Tätigkeiten einer Bank neben dem klassischen Geschäft ausüben zu können.
Im Jahr 2004 – also fast 10 Jahre nach dieser Zerschlagung – ging die Postbank an die Börse. Die Mehrheit der Aktien lag aber immer noch bei der Mutterfirma Deutsch Post AG.

Im Jahr 2008 wurde die Postbank in mehreren Schritten von der Deutschen Bank übernommen, da die Postbank inzwischen zur Bank mit den meisten Filialen in Deutschland geworden war.  Aufgrund der Finanzkrise  verzögerte sich die endgültige Übernahme aller Aktien mehrmals und wurde erst 2012 final abgeschlossen.
Ab 2015 hatte die Deutsche Bank Pläne die Postbank – deren Integration sich als schwieriger als erwartet gestaltete – wieder zu verkaufen. Anfang 2017 wurden diese Pläne wieder aufgegeben, da die Deutsche Bank sich wieder mehr auf das Privatkundengeschäft stützen wollte. Damit wurde die Postbank im Mai 2018 endgültig auf die Deutsche Bank verschmolzen. Allerdings besteht die Marke Postbank weiterhin am Markt.

Neben dem klassischen Auftritt im Post-Gelb ist die Postbank auch seit 2009 als Trikotsponsor des Fussball Bundesligisten Borussia Mönchengladbach bekannt.

Welche Erfahrungen haben Nutzer mit der Postbank?

Klar, wenn eine Bank so viele Kunden hat, gibt es auch viele Meinungen dazu. Wir haben uns die Meinungen mal durch gesehen und kommen zu folgendem Fazit:

Die meisten Kunden sind mit der Internetpräsenz und dem Kundenservice sehr zufrieden. Im Gegensatz zu den klassischen Direktbanken ohne Filialnetz (d.h. auch ohne Möglichkeit des persönlichen Gespräches) wird häufig die Möglichkeit des persönlichen Gespräches positiv erwähnt. Allerdings – da es sich ja Großteils um Filialen handelt in denen auch typische Postgeschäfte abgewickelt werden  – sind die Schlangen häufig länger und die Ansprechpartner sind gelegentlich nicht so kompetent wie in klassischen Filialbanken.

Was meint Zinsen.com zur Postbank?

Das Postbank Konto Giro Plus ist wirklich eine sehr gute Idee. Richtig sinnvoll ist es aber nur für Kunden, die auch ihre Gehaltsthemen über dieses Konto abwickeln, es also faktisch zu ihrem Hauptkonto machen. Wer das tut, fährt mit der Postbank und Ihrem Angebot sehr gut. Rein vom Thema Tagesgeld her betrachtet, finden Sie unserem Tagesgeldrechner vermutlich noch bessere Angebote. Probieren Sie sie einfach aus.

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